Mikroalgen

Herzlich Willkommen bei der Angewandten Ökologie und Phykologie

Unsere Schwerpunkte liegen in der Erforschung von terrestrischen und aquatischen Algen - ihrer Biodiversität, ihre Ökophysiologie und ihre ökologischen Funktionen.

In unserer Außenstelle in Zingst liegen die Schwerpunkte im Gewässermonitoring, Analytik und Ökologie. Über das Logo gelangen Sie zur Webseite der Biologischen Station Zingst.

Biodiversität

Biodiversität

Biologische Bodenkrusten sind besondere Ökosysteme mit weltweitem Vorkommen, in welchen Mikroalgen die zentrale Rolle spielen. Wir untersuchen die Diversität der terrestrischen Mikroalgen und ihrer Fressfeinde in Biokrusten von verschiedensten Habitaten wie zum Beispiel Salzabraumhalden.

Ökologische Funktionen

Ökologische Funktionen

Unter einem angewandten Aspekt untersuchen wir die Verbreitung des Holzzerstörers Teredo navalis in der Ostsee. Daneben erforschen wir die ökologischen Funktionen von Bodenkrusten, ihren Einfluss auf den biogeochemischen Kreislauf, speziell die Rolle der Mikroalgen und der heterotrophen Protisten.

Neuigkeiten

Neue Pressemitteilung

„Grünland“ Arktis

Arktis-Forscher haben auf einem internationalen Workshop in Spitzbergen diskutiert, wie der Klimawandel das Leben in der Arktis verändert.

Vom 13. bis 16. August 2018 fand in Ny-Ålesund auf Spitzbergen ein Workshop zur terrestrischen Arktisforschung unter deutscher Beteiligung durch das DFG-Schwerpunktprogramm Antarktisforschung statt. An dem Workshop waren Vertreter von elf Nationen beteiligt, darunter Wissenschaftler aus Norwegen, Italien, Spanien, China, Japan und Indien. Als Vertreter der deutschen Arktisforschung hat Professor Ulf Karsten vom Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock seine Expertise eingebracht.

Hier finden Sie den Link zur Pressemitteilung der Universität Rostock.

 

SWR2 Beitrag

Von wegen die Pest – Algen

Algen haben einen schlechten Ruf: die Algenpest am Strand, veralgte Schiffe oder Hauswände – alles Dinge, an die man eher ungern denkt. Dabei sind Algen enorm wichtig für unser Klima – allein 25% des Sauerstoffs wird von Meeresalgen produziert. Vor über 3,5 Milliarden Jahren waren es Algen, die die Photosynthese quasi erfunden haben, Leben wäre ohne Algen auf der Erde nicht möglich.

Gesprächspartner der Sendung sind Prof. Dr. Ulf Karsten, Experte für Ökologie und Molekularbiologie von Algen an der Universität Rostock, Sebastian Weickert, Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeit des Fachgebiets Agrar- und Ernährungspolitik der Universität Hohenheim und Dr. Josephine Barber von der Technischen Universität Berlin, deren Forschungsschwerpunkt auf Nachhaltigkeit in Textilien und Mode liegt.

Hier finden Sie den Link zum Beitrag.

 

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme der Zellwand der neuen Gattung Streptofilum

Neue Gattung Streptofilum entdeckt!

Die neue beschriebene Gattung Streptofilum innerhalb der Streptophyta zeichnet sich durch ein besonderes Merkmale aus, das erst bei näheren Hinsehen deutlich wird: die Zellwand der Alge kann nur unter dem Rasterelektronenmikroskop sichtbar gemacht werden. Das Besondere: die klassische Zellwand fehlt. Stattdessen wird die Außenhülle durch haarähnlichen Schuppen verstärkt, die in verschiedene Richtungen angeordnet sind.

Besonders ist weiterhin die Stellung der Gattung im Stammbaum. Streptofilum ist relativ weit von anderen Gattungen entfernt und bildet eine neue Linie. Ob es sogar nötig ist, eine neue Familie zu beschreiben, bleibt offen und kann erst nach Untersuchung von weiteren Isolaten geklärt werden.

Mikhailyuk T, Lukešová A, Glaser K, Holzinger A, Obwegeser S, Nyporko S, Friedl T, Karsten U. 2018. New Taxa of Streptophyte Algae (Streptophyta) from Terrestrial Habitats Revealed Using an Integrative Approach. Protist 169:406–431.

Alge des Jahres

Die Alge Klebsormidium lebt in Bodenkrusten wie hier in der Eiswüste der norwegischen Insel Spitzbergens, wo kaum noch Leben möglich ist. Foto und ©: Ulf Karsten, Universität Rostock
Lichtmikroskopisches Bild von Klebsormidium crenulatum aus einer Bodenkruste in den Tiroler Alpen. Foto und ©: Andreas Holzinger,
Universität Innsbruck

Professor Ulf Karsten ist zuständig für die Gesamtkoordination des DFG-Schwerpunktprogramm (SPP) 1158 „Antarktisforschung“. Damit wird erstmals ein DFG-Schwerpunktprogramm von der Universität Rostock aus koordiniert. Bei seiner Arbeit unterstützt ihn u.a. Dr. Angelika Graiff als Koordinationsassistentin.